FAQ

Für welchen Einsatzzweck ist die Power-to-Heat / R-EH vorgesehen?

  1. Zur Nutzung der negativen Regelenergie aus dem Stromnetz.
  2. In Verbindung mit einem BHKW zur 50% Regelung

Was muss ich beim Einsatz einer Power-to-Heat / R-EH beachten?

  1. Eine Wärmenutzung muss vorhanden sein

Wer kann zum Thema Regelenergie umfangreich beraten?

Die Stromvermarkter, öffentliche Stellen wie zum Beispiel Amt für ländliche Entwicklung oder Verbände wie zum Beispiel Fachverband für Biogas

Wie funktioniert die Kombination mit einem Biogas-BHKW (50% Regelung)

  1. Die Stromleistung des BHKWs wird vollständig in die negative Regelleistung geben
  2. Der Übertragungsnetzbetreiber fordert die Regelleistung an
  3. Die R-EH ist in wenigen Sekunden auf 100% Stromaufnahme eingeschaltet
  4. Das BHKW regelt die Stromleistung nach unten, bis kein Strom in das Netz eingespeist wird
  5. Die Anforderung wird zurückgenommen und die R-EH schaltet sofort den Strombezug aus.
  6. Das BHKW geht wieder auf Vollastbetrieb

Welche Funktion hat der Stromvermarkter im Regelenergiemarkt?

Der Stromhändler bietet Regelenergieleistung auf den Regelenergiemärkten an. Die jeweilige bereitgestellte Leistung von Kleinerzeugungsanlagen werden in einem sog. virtuellen Kraftwerk gebündelt und dann auf den Regelenergiemärkten angeboten. Dazu sind für die Primärregelenergieleistung min. 1 MW plus 1 MW Redundanz, auf den Sekundär- und Tertiär- (Minutenreserve) Reservemärkten min. 5 MW plus Redundanz notwendig. Siehe www.regelleistung.net

Wer schaltet die Regelenergie?

Der Abruf von Regelenergie wird von den die Auktionen ausschreibenden Übertragungsnetzbetreibern initiiert. Im Falle eines Abrufs muss das Signal vom ÜNB 1:1 über die Leitwarte des virtuellen Kraftwerks an die Erzeugungsanlagen weitergegeben werden.

Welche Funktion hat der Netzbetreiber?

Der Verteilnetzbetreiber muss bestätigen, dass an dem jeweiligen Einspeisepunkt die Erzeugungsanlagen Regelenergie bereitstellen dürfen. Die Anlagenbetreiber und somit indirekt die virtuellen Kraftwerksbetreiber benötigen vom VNB zu jeder Anlage, die Regelenergie bereitstellen möchte, eine sog. ANB-Bestätigung. Außerdem muss der VNB bei einem Wechsel einer Anlage ins Marktprämienmodell (Grundvoraussetzung zur Bereitstellung von Regelenergie) die Abrechnung entsprechend umstellen.

Welche Funktion hat der Übertragungsnetzbetreiber?

Der ÜNB muss alle grundlastfähigen Stromerzeugungsanlagen, die an den Regelenergiemärkten teilnehmen möchten, zur Teilnahme zulassen (Präqualifikation). Dauer von Beginn der Antragstellung bis zur Zulassung ca. zwei Monate.

Welche Regelungsstufe im Negativen-Regelenergiebereich ist für die Kombination 50% Biogas-BHKW und 50% Power to heat sinnvoll?

  1. Für alle Leistungsklassen gilt, dass eine Power to Heat Einrichtung die Teilnahme einer Biogasanlage an den Regelenergiemärkten erleichtert und für PRL-Bereitstellung überhaupt erst unproblematisch möglich macht.
  2. Primärregelleistung
    Vorteile: momentan recht stabile und hohe Leistungspreiserlöse
    Nachteile: (so würde ich es nicht nennen wollen) permanente Regellung, symmetrisches Frequenzband. Ggfs. Einbußen bei Höchstbemessungsleistung. Sommer wie Winter dieselbe Wärmeeinspeisemenge.
  3. Sekundärregelleistung
    Vorteile: positive und negative möglich, Leistungspreise aktuell ca. 2/3 bis 1/2  der der PRL
    Nachteile: für BHKWs der älteren Generation i.d.R. schwierig, da Leistungserbringung innerhalb von 5 min. sowohl negativ als auch positiv
  4. Minutenregelleistung
    Vorteile: positive und negative möglich, entspannte 15 min. zur Regelenergiebereitstellung
    Nachteile: geringe Erlösmöglichkeiten

Können mehrere Regelstufen aus einer Anlage genutzt werden?

Primär- und Sekundärreserveleistung werden wöchentlich gehandelt, Minutenreserve täglich in 4 Stunden-Intervallen. Hier gilt für die Bereitstellung ein „Entweder – Oder“. Man kann mit einem Pool nicht gleichzeitig an verschiedenen Leistungsklassen-Bereitstellungen teilnehmen. Präqualifizieren kann man eine Anlage allerdings für verschiedene Leistungsbereitstellungsarten, wenn die Anlage den Ansprüchen stand hält. Der Händler wählt die aktuell lukrativste Ausschreibung und versucht den Zuschlag zu erhalten. Sollte dies fehlschlagen, hat er immer noch die Möglichkeit bei einer anderen Auktion z.B. in der Minutenreserve zu bieten.

Wie funktioniert die Vergütung Leistungspreis und Arbeitspreis:

  1. Leistungspreis = Merit-Order Auktion; der Bietende muss mit seinem Gebot unterhalb des sog. Grenzleistungspreises liegen, um für die angebotene Leistung einen Zuschlag zu erhalten.
  2. Im Abruffall wird dann der sog. Arbeitspreis ausgezahlt, der im Zusammenhang mit der Leistungsbereitstellung angeboten wurde.
  3. Für die Primärregelleistung wird „nur“ ein Leistungspreis gehandelt, da ein symmetrisches Frequenzband permanent bereitgestellt und geregelt wird.
  4. Alle aktuellen Auktionsergebnisse können anonymisiert unter „www.regelleistung.net“ eingesehen werden.

Welche Bauarten der Power-to-Heat / R-EH sind möglich?

Die Power-to-Heat / R-EH kann in liegender und stehender Ausführung geliefert werden

In welche Leistungsgrößen ist die Power-to-Heat / R-EH erhältlich?

Die Power-to-Heat / R-EH kann bis bis 1800kW Leistung gegenüber anderen Systemen wirtschaftlich dargestellt werden.Bei Leistungen größer 600 kW werden mehrere R-EH Anlagen parallel verwendet

Welche Leistungsstufen sind in der Power-to-Heat / R-EH verbaut?

33,3 kW; 50 KW; 66,6 kW und 100 kW. Aus der Unterlage kann entnommen werden, welche Leistungsstufen bei den einzelnen Leistungen verwendet werden

Wie hoch ist die tatsächliche Leistungsaufnahme der Heizelemente?

Die angegebene Leistungsaufnahme der Heizelemente ist auf eine Spannung von 400V ausgelegt. Sollte die Spannung höher sein, wird auch die Leistungsaufnahme größer. Bei geringerer Spannung wird auch die Leistungsaufnahme der Heizelemente geringer.

Welche Leistungstoleranzen haben die Heizelemete?

Die Power-to-Heat / R-EH Heizelemente werden mit einer Plustoleranz von 10% gefertigt. Sollte durch die Toleranz oder durch zu hoher Spannung zu viel Strom verbraucht werden, kann durch wegschalten der kleinen Heizstufen ein Ausgleich geschaffen werden. Das BHKW schafft durch nachregeln den Ausgleich.

Wie verhält sich die Leistung bei den Heizstäben im Verhältnis der Betriebstemperatur?

Bei einer Betriebstemperatur über der Auslegungstemperatur wird die Power-to-Heat / R-EH weniger Leistung erbringen. Bei geringerer Betriebstemperatur wird die RE-H mehr Leistung erbringen.

Wie steuert die R-EH mit der Grundausstattung die Stromaufnahme für die Heizstäbe?

Die Touch-Tronic Steuerung erhält von einer übergeordneten Steuerung die Leistungsvorgabe (Soll-Wert). Die R-EH führt die Anforderung mit der gleichen oder mit der nächst möglich kleineren Leistung aus und meldet die Ist-Leistung zurück. Sollte die Ist-Leistung nicht mit dem Soll-Wert übereinstimmen muss die Differenz mit dem BKWH ausgeglichen werden. Ist die Soll-Leistung kleiner als die Ist-Leistung, muss das BHKW nach oben geregelt werden. Kann das BHKW nicht nach oben regeln, muss von der übergeordneten Steuerung die Soll-Leistung reduziert werden und das BHKW kann nachregeln.

Kann das BHKW von der Touch-Tronic geregelt werden?

Es kann ein Baustein integriert werden, der das BHKW steuert. Dazu muss geprüft werden, ob und wie das BHKW geregelt werden kann.Die Mehrkosten werden bei einem Vororttermin ermittelt.

An welcher Stelle sind die Sicherheitseinrichtungen eingebaut und was bedeuten die Abkürzungen?

Überwachung Anschlussschrank mit Temperaturwächter. STW_G = Sicherheitstemperatur  Gehäuse. Überwachung Heizelemente durch
STW_M = Sicherheitstemperaturwächter Medium.
Selbstquittierend bei Unterschreiten der eingestellten
Mediumtemperatur. Muss nach Unterschreiten am Gehäuse manuell
quittiert werden.

Warum ist eine Vorlauf-Temperaturerhöhung nötig, wenn die Rücklauftemperatur sich erhöht?

Damit kann in jeden Fall eine Wärmeentsorgung erfolgen. Sollte die Funktion nicht vorhanden sein, würde die R-EH auf Störung gehen, da sich die Temperatur in der Regelheizung erhöht.Funktion: Sollte die Rücklauftemperatur an 8 bis 12K (je nach RE-H Modell) der Vorlauftemperatur kommen, erhöht die Steuerung die Vorlauftemperatur automatisch nach.

Wie hoch ist die maximale Betriebstemperatur?

Die Standradauführung der Power-to-Heat / R-EH kann bis 95°C betrieben werden. Mit Zusatzbauteilen kann auch eine Vorlauftemperatur von 109°C erreicht werden. Höhere Temperaturen sind im Sonderfall möglich.

Mit welchem Druck kann die Power-to-Heat / R-EH belastet werden?

Die Power-to-Heat / R-EH ist mit Anlagenteile ausgerüstet, die mit 6bar Druck belastbar sind. Optional kann die R-EH für 10bar oder 16bar Betriebsdruck geliefert werden.

Welche Wärmemenge ist nicht KWK-Bonusfähig?

Die Teilnahme am Regelenergiemarkt ist nicht KWK-Bonus schädlich.
  1. Wenn allerdings das BHKW am Regelenergiemarkt teilnimmt, kann der KWK-Bonus nur für die Wärmemenge angerechnet werden, die im Zusammenhang mit den produzierten und in das Netz eingespeisten Strom entsteht.
  2. Bei Verwendung der Power-to-Heat / R-EH wird der Strom nicht in das Netz eingespeist sondern vor dem Messwandler abgenommen.
  3. In diesem Fall ist die Wärmemenge, die bei der Produktion des Strom für die R-EH entstanden ist, nicht KWK-Bonus fähig. (muss geprüft werden)
  4. Das Gleiche gilt für die von der Power-to-Heat / R-EH umgewandelten Strommenge in Wärme. (muss geprüft werden)
  5. Der Umweltgutachter muss die Zählerposition und das Abrechnungsmodell festlegen

Wie groß und schwer sind die Einheiten?

dIn der Unterlagen sind die Gewichte und Maße eingetragen.

Wie wird die Power-to-Heat / R-EH angeliefert?

  1. Die Power-to-Heat / R-EH wird mit Schaltschrank auf einer Palette angeliefert
Das Abladen der Power-to-Heat / R-EH muss mit einem Hoflader oder Stapler erfolgen. Das Gewicht steht in den Unterlagen

Abkürzung im Stromnetzbereich


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Ludwig Heinloth, Geschäftsführer ENERPIPE