Wie Mist in Wärme umgewandelt wird

Wenn man mit Abfallprodukten, wie z.B. Dung, Strom gewinnen kann und als Nebenprodukt dieses Verfahrens noch Wärme entsteht, dann handelt es sich um eine Biogasanlage, die Strom und Wärme aus regenerativer Energie erzeugt. Genauso eine Anlage steht schon seit vielen Jahren bei Andreas Schmidt in der Nähe  von Eismannsberg. Zu Beginn wollte der Landwirt nur Strom an ein kommerzielles Netz liefern. Bei der Stromproduktion wird Wärme erzeugt. „75 Prozent der Wärme sind bislang ungenutzt in der Luft verpufft“, stellt der Biogasanlagenbetreiber fest.

 

Bürger sind begeistert von Nahwärmenetz

Die Lösung: ein Nahwärmenetz! Die Abwärme der Stromproduktion sollte sinnvoll verteilt und verwendet werden. Gerade jetzt, wo der Klimaschutz ein großes Thema ist. Andreas Schmidt musste bei den Einwohnern von Eismannsberg nicht viel Überzeugungsarbeit leisten. Die Bürger waren begeistert. Sicher spielt auch der unschlagbare Preis der Nahwärme eine Rolle. Es haben sich jedenfalls 33 Haushalte an das 3 km lange Wärmenetz angeschlossen, darunter befindet sich auch das örtliche Feuerwehrhaus.

 

Dezentrale Pufferspeicher für mehr Komfort

Unterstützung bei der Planung und Umsetzung holte sich Andreas Schmidt bei dem Wärmenetzexperten in seiner Umgebung, der ENERPIPE GmbH. Jeder Anschlussnehmer der Nahwärmetrasse wird einen eigenen Pufferspeicher bekommen, der die Peaks im Netz zu den Hauptzeiten abmildert. „Die dezentralen Pufferspeicher geben den Abnehmern Sicherheit, besonders im Winter, wenn viel Wärme verbraucht wird“, findet Florian Schroll von ENERPIPE.  Die bisherigen Wärmequellen, wie Heizöl oder Strom, können sowohl ökologisch als auch ökonomisch nicht mit den erneuerbaren Energien konkurrieren.

Auch die Ökobilanz kann sich sehen lassen: Keine Transportwege, erheblich verringerte CO2 Emission.  Die effiziente Nutzung von Wärme aus erneuerbaren Energien ist daher ein zentraler Baustein der Energiewende.

 

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Florian Schroll
Projektberatung