Eismannsberg wird energieautark

Seit 2011 „füttert“ der Landwirt Andreas Schmidt seine Biogasanlage bei Eismannsberg mit Stallabfällen, Mais und Grassilage. Den mit Biogas erzeugten Strom speist er ins Netz eines Stromanbieters.

Die bei der Stromproduktion anfallende Wärme wurde bislang nur zu 25 Prozent für den Eigenverbrauch genutzt. Um die ungenutzte Wärme sinnvoll zu verwenden, bot der Landwirt in Eismannsberg eine Nahwärmeversorgung mit erneuerbaren Energien an.

 

 

Gute Planung ist wichtig!

Das Interesse war groß: nicht nur der unschlagbare Preis der Nahwärme dürfte hier eine Rolle gespielt haben, auch der Umweltgedanke und die Energieautarkie sind starke Argumente für einen Netzanschluss.

Aber alles muss gut geplant sein! Der Netzbetreiber Andreas Schmidt suchte Beratung bei ENERPIPE und fand im ENERPIPE-Team Unterstützung bei der Planung, Umsetzung und staatlichen Förderung. Über 3.400m Rohrleitungen mussten verlegt, 36 Haushalte mit Pufferspeicher und Übergabestationen ausgestattet werden, damit die Wärme auch da ankommt, wo sie gebraucht wird. Um Höhenunterschiede im Netz ohne Druckverluste überbrücken zu können, hat man sich für das flexible und langlebige Kunststoffrohr FibreFLEX Plus entschieden. Florian Schroll, betreuender Techniker dieses Projektes, erklärt, „Bei einer Rohrleitung von über 3 km ist es wichtig, dass wir ein erstklassiges, hochgedämmtes Rohr verwenden. Der Kunde möchte seine Wärme mit möglichst wenig Verluste geliefert bekommen und das können wir garantieren.“

 

Heizhaus der Bioenergie Eismannsberg

Zusätzlich zur bestehenden Biogasanlage liefert jetzt noch ein Hackschnitzelkessel, der mit Holz aus heimischen Wäldern befeuert wird, die Wärme für die Abnehmer und gleicht damit die Spitzenlast aus. Beide Wärmequellen liefern zusammen 1.750.000 kWh Wärme. Das entspricht einer Heizöleinsparung von 217.000 Liter jährlich und damit auch einer Einsparung der CO2-Emission von 633.640 kg – diese Energiebilanz kann sich sehen lassen!

Um die Synergien zu nutzen, wurden bei der Rohrverlegung direkt noch Glasfaserleitungen mitverlegt. Die Wertschöpfung dieses Projektes bleibt in der Region, alle beteiligten Firmen sind aus der näheren Umgebung und die Energiestoffe für die Wärmequellen sind lokal erzeugt und umweltfreundlich.

Der Staat unterstützt dieses Nahwärmenetz mit einer Förderung, um einen Anreiz zur Klimawende zu schaffen. Der Landwirt Andreas Schmidt hat mit der „Bioenergie Eismannsberg“ ein vorbildliches und zukunftsweisendes Konzept geschaffen, das hoffentlich viele Nachahmer findet.

 

Pufferspeicher mit Übergabestation

Bei diesem Projekt wurde diese(s) Produkt(e) verwendet:

Bei allgemeinen Fragen oder Fragen zu diesem Projekt
und den darin verwendeten Produkten dürfen Sie mich
jederzeit gerne kontaktieren. Ich freue mich auf Sie.
Florian Schroll
Projektberatung