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Geschäftsführer ENERPIPE GmbH Andreas Fiegl

Andreas Fiegl

Geschäftsführer

Interview vom Januar 2025

Hallo Andreas, du bist seit 2018 im Team von ENERPIPE und hast dich seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Seit Januar 2025 übernimmst du nun als Geschäftsführer die Verantwortung für Produktion, Technik und Verwaltung. Herzlichen Glückwunsch zu diesem wichtigen Meilenstein!

Was waren deine Aufgaben zu Beginn bei ENERPIPE und wie hat sich deine Arbeit in der aktuellen Position verändert?

Ich habe 2018 als Leiter der Steuerungs- und Anlagentechnik bei ENERPIPE angefangen. Meine erste große Aufgabe war es, die Eigenproduktion von Großübergabestationen ab 100 kW mit aufzubauen. Zudem haben wir die Übergabestationen, Heizhaussteuerung und Visualisierung weiter optimiert. Mein Tätigkeitsfeld hat sich schnell erweitert, als die Optimierungen im Stations- und Anlagenbau dazu führten, dass wir höhere Stückzahlen verkauften und der Umsatz wuchs. Dadurch wurde auch das Personal in der Produktion aufgestockt, und die Technikabteilung musste sich anpassen, um die Effizienz weiter zu steigern.

Heute bin ich als Geschäftsführer vor allem als Supervisor und Ansprechpartner für die Abteilungen tätig, die ich in meiner Anfangszeit mit aufgebaut habe. Mein Fokus liegt darauf, sicherzustellen, dass alle Abteilungen reibungslos zusammenarbeiten und optimal aufgestellt sind.

 

Auf welches innovative Projekt oder auf welche technische Lösung,
die du bei ENERPIPE mitgeprägt hast, bist du besonders stolz und wurde erfolgreich umgesetzt?

Besonders stolz bin ich auf die Übergabestationen 15-40 kW, die wir seit 2023 erfolgreich selbst produzieren. Früher haben wir diese zugekauft, doch jetzt sind wir komplett unabhängig von Zulieferern. Von der kleinsten Schraube bis zur fertigen Station wird alles bei uns im Haus entwickelt, gebaut und vertrieben.

Ebenso habe ich die Optimierung der CAD-Stationen bzw. der Großübergabestationen geleitet. Seit 2019 hat ENERPIPE den Bau dieser Systeme ebenfalls selbst übernommen. Diese Entwicklungen haben uns nicht nur unabhängiger gemacht, sondern auch unsere Wettbewerbsfähigkeit erheblich gesteigert.

 

Welche Herausforderungen begegnen dir bei der Planung und Umsetzung der technischen Systeme
und wie bleibst du bei den neuesten Entwicklungen in der Gebäudetechnik auf dem Laufenden?

Die größten Herausforderungen bei der Planung neuer technischer Systeme liegen oft in den technischen Zwängen, wie z.B. Platzbedarf. Manchmal lassen sich Ideen meines Teams nicht so umsetzen, wie wir es uns wünschen, oder die Wirtschaftlichkeit ist ein begrenzender Faktor. Zusätzlich müssen wir stets eine umfassende Marktanalyse durchführen: Gibt es bereits ähnliche Produkte auf dem Markt? Wie sehen die rechtlichen und förderpolitischen Rahmenbedingungen aus? Alles muss in Einklang gebracht werden, damit wir uns mit innovativen und qualitativ hochwertigen Produkten am Markt behaupten können.

Um auf dem neuesten Stand zu bleiben, nutze ich diverse Informationsquellen: Fachzeitschriften, das Internet und Fachmessen, auf denen wir auch selbst vertreten sind. Zudem haben wir ein starkes Netzwerk mit Hochschulen und Forschungsinstituten aufgebaut, mit denen wir in engem Austausch stehen und im Rahmen von Projekten intensiv zusammenarbeiten.

 

Deine Verantwortungsbereiche gehen ja von der Technik bis hin zu Personalwesen und Finanzen.
Welcher dieser Teilbereiche nimmt den größten Raum ein?

Das lässt sich schwer pauschal sagen, da es stark von den jeweiligen Projekten und Zielsetzungen abhängt. Die Produktion und Technik sind sehr gut aufgestellt und sogar ISO-zertifiziert.

 

Was ist für dich das Wichtigste bei der Leitung deiner Teams?

Eine gute Teamleitung bedeutet für mich, eine gute Kommunikation, die Mitarbeiter:innen zu motivieren und gleichzeitig das Ziel im Blick zu behalten. Effizienz ist wichtig, um wettbewerbsfähig zu bleiben, aber genauso wichtig ist es, dass alle gerne zur Arbeit kommen und ihre Leistungen wertgeschätzt werden.

Mein Führungsstil ist kollegial und freundschaftlich. Ich begegne meinen Kolleg:innen auf Augenhöhe und bin mit allen per Du. Diese Kultur wurde bei ENERPIPE schon immer gelebt und entspricht auch meinem Verständnis einer modernen Führung.

 

Zum Schluss noch eine Frage zu deinen Visionen:
Wo siehst du ENERPIPE in der mittelfristigen Zukunft?
Und was glaubst du, welche Trends und technischen Innovationen wird es im Bereich Erneuerbarer Energien im Wärmesektor geben?

Mittelfristig möchten wir unsere Produktpalette weiter ausbauen und unsere Produktionskapazitäten steigern. Hierzu werden zusätzliche Produktionshallen gebaut. Dadurch können wir schneller auf Marktanforderungen reagieren und auch den Anforderungen von Stadtwerken genügen.

Die Sektorenkopplung, bei der unter anderem Strom- und Wärmenetze miteinander interagieren, wird das beherrschende Thema sein. Die Kombination verschiedener erneuerbarer Energiequellen wie Hackschnitzel, Biogas, Photovoltaik und Windenergie wird bei Wärmenetzen immer wichtiger.

 

Vielen Dank für das informative Interview und viel Erfolg bei deinen neuen Aufgaben!